Existenzgründung für Influencer



Das Internet hat viele neue Karrieremöglichkeiten geschaffen, die es früher nicht gab. Menschen arbeiten als Online-Broker, betreiben Blogs zu ihren jeweiligen Interessengebieten, bieten Webinare an oder stellen Produkte vor.

Nicht reinfallen: Betrüger unterwegs Gemeinsam ist all diesen Tätigkeiten, dass sie bei freier Zeiteinteilung von zu Hause ausgeübt werden können – und man sich damit unabhängig von einem Chef macht. Kein Wunder, dass persönliche Zeitautonomie auch der Hauptgrund ist, um sich mit dem Internet selbstständig zu machen. Aber reicht das auch für mehr als einen kleinen Nebenverdienst, sprich: Kann man davon leben? Die Antwort ist, wie in so vielen Fällen: Kommt drauf an. Es gibt Web-Arbeiter wie Fitness- oder Fashion- Influencer, deren Unternehmen mittlerweile milliardenschwer sind. Und es gibt solche, die in angeblich sichere Schneeballsysteme investiert und außer den Betrügern niemandem die Taschen gefüllt haben. Diejenigen, die im Internet ein seriöses Business aufbauen, werden nicht über Nacht reich. Auch hier steckt intensive, monate- oder sogar jahrelange harte Arbeit dahinter – und nicht selten auch die eine oder andere Anfangsinvestition. Ohne jegliches Startkapital ein berühmter Influencer zu werden, muss scheitern. Selbst, wenn man keine Produkte oder Dienstleistungen verkauft – allein für Produktbewertungsvideos benötigt man professionelles Video-Equipment, schnelles Internet und einen stimmigen Markenauftritt, von der eigenen Homepage bis hin zum Logo.

Nicht verzetteln: Konzentration aufs Kerngeschäft Doch auch denjenigen, der sich diese Investition leisten kann, würde es zu recht überfordern, alles selbst machen zu wollen. Dies ist ein typischer Existenzgründerfehler, weil geglaubt wird, dass sich so Geld sparen lässt. Wer sich aber erst einmal in Felder wie Webdesign, Suchmaschinenoptimierung oder Werbung einlesen muss, verschwendet seine persönliche Energie auf Nebenkriegsschauplätzen. Wenn beispielsweise jemand Bodybuilder ist und in Kurzvideos Trainingstipps gibt, in der Hoffnung, später Kooperationen mit großen Sportlerernährungs- oder Gym-Wear-Marken eingehen zu können bzw. sogar seine eigene Marke zu lancieren, muss sich um genau dieses Kerngeschäft kümmern: Trainingsvideos drehen, die sich von bisherigen Videos unterscheiden. Für alles andere gibt es Agenturen. Diese sorgen für Sichtbarkeit und Auffindbarkeit im Netz. Schließlich kann eine Seite noch so schön sein, jemand noch so professionell, originell und besonders: Wer etwa auf Google nicht gefunden wird, den gibt es nicht.

Nicht unterschätzen: Der Einfluss der sozialen Medien Ganz ähnlich funktionieren die sozialen Medien. Man kann die besten Inhalte haben – werden sie nicht gesehen, war alle Mühe, sie zu erstellen umsonst. Es ist kein Geheimnis, dass die Algorithmen von Facebook, Instagram, YouTube, TikTok & Co. Inhalte bevorzugen, die bereits von vielen geklickt worden sind. Schließlich muss der Algorithmus ja entscheiden, was er aus den täglichen Contentfluten der Kreatoren auswählt. Umgekehrt funktionieren Menschen und Marken: Diese neigen dazu, denjenigen ihr Vertrauen (und letzten Endes ihr Geld) zu schenken, die auf eine große Folgerschaft zurückblicken können. So ist zum Beispiel TikTok Likes kaufen für Existenzgründer durchaus legitim, um als Influencer überhaupt ernstgenommen zu werden. Moderne Agenturen setzen dabei auf echte Likes und nicht auf gefälschte Konten oder sogar Bots. Solch ein authentisches Publikum erhöht den Wert einer TikTok-Präsenz einfach und schnell. Die erhöhte Anzahl an Likes wiederum erhöht die Sichtbarkeit der Inhalte – ein nicht zu unterschätzendes Kriterium, wo täglich (!) doch mehr als 13 Millionen neue Videos auf TikTok hochgeladen werden. Für einen Privatnutzer mögen Likes einfach nur eine schmeichelhafte Sache sein, für potenzielle Influencer sind sie existentiell wichtig. So ist Tik Tok Likes kaufen eine clevere Idee, um dem eigenen Business einen Anschub-Boost zu geben. Ist erst einmal ein gewisses Publikum aufgebaut, heißt es nur noch: regelmäßig hochwertigen Content liefern. Regelmäßig bedeutet je nach sozialem Medium etwas anderes. Um gesehen und von den Algorithmen bevorzugt zu werden, sollte man auf Instagram etwa ein Foto sowie ein bis zwei Reels pro Tag hochladen, auf TikTok dagegen gilt dreimal Posten pro Tag als goldene Regel. Hochwertig bedeutet, dass der Content einen Mehrwert für die User hat, ob das jetzt ein Unterhaltungswert ist oder eines ihrer Probleme löst. Allein mit Selfies lässt sich keine Social-Media-Community lange am Leben halten! Dagegen lieben es die Menschen, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen: Was frühstückt der Fitness-Influencer, was zieht die Fashion-Bloggerin an, wenn sie nur mal schnell mit dem Hund geht? Alles, was jemanden von einer menschlichen Seite zeigt, kommt gut an. Auch ist es gut, wenn die Posts einen hohen Wiedererkennungswert haben. Das kann beispielsweise durch eine Signature-Farbe passieren. Ein hoher Wiedererkennungswert sorgt für mehr Vertrauen in das Unternehmen oder den Unternehmer. Hier bewegen wir uns allerdings schon im Bereich eines professionellen Markenauftritts, für das sich junge Existenzgründer, sobald abzusehen ist, dass ihre Idee Früchte trägt, noch einmal an einen externen Profi wenden sollten. Schließlich, so haben wir gelernt, ist der größte Fehler, alles allein machen zu wollen.   


Zahlen & Fakten: Stadtname:
Bremen

Bundesland:
Bremen

Höhe:
11,5 m ü. NN

Fläche:
325,42 km²

Einwohner:
547.685

Autokennzeichen:
HB-A 1 bis HB-ZZ 999

Vorwahl:
0421



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